Man schreibt das Jahr 1957. Die Bundeswehr ist zwei Jahre jung. Die Luftwaffe hat im Fliegerhorst Wahn Einzug gehalten. Die Unteroffiziere hatten bereits einzelne Kameradschaften ins Leben gerufen. Dies nahm man zum Anlaß, im Jahre 1957 die Unteroffizierkameradschaft Wahn zu gründen. Damit alles seine Ordnung hatte, erfolgte am 10. Dezember 1957 die Eintragung in das Vereinsregister beim Amtsgericht Köln. Als Vorsitzender wurde Oberstabsfeldwebel Friedrich Gassel eingetragen; seine Stellvertreter waren Hauptbootsmann Ludwig Bock und Stabsunteroffizier Heribert Jennen.

Die einzelnen Kameradschaften im Fliegerhorst Wahn zahlten an ihre "Dachorganisation" pro Mitglied 1.- D-Mark.

Die neue Unteroffizier-Kameradschaft verfügte zu diesem Zeitpunkt noch nicht über ein eigenes Heim. Im Gebäude 214 wurde zunächst eine Unteroffizier-Kantine eingerichtet und durch Pächter betrieben. Dies waren Herr Grunski und als sein Nachfolger, Herr Volkmann. Sie hatten sicherlich keinen leichten Stand in den sehr beengten Verhältnissen. Doch der erste Grundstein war gelegt, eine Entwicklung eingeleitet, die zu dem heute bekannten positiven Ergebnis führte.

Allen sei Dank, die an dieser Aufgabe mitgewirkt haben, jedem, auch wenn nicht jeder im Folgenden namentlich erwähnt wird, wie z.B. jene Kameraden, die in den Anfangsjahren im Herbst mit Dienst-Lkw in die Eifel fuhren, um für die Kameraden bei den Bauern zentnerweise Kartoffeln einzukaufen. Für den Zentner mußten damals lediglich für heutige Zeiten traumhafte 4,50 DM bezahlt werden. Und es war eine Selbstverständlichkeit, daß die Witwen von Kameraden kostenlos mit der Köstlichkeit beliefert wurden.

Die Chronisten überspringen 8 Jahre, die geprägt waren von Engagement, Kreativität, Arbeit und dem steten Blick nach vorn, aber auch viel Freude über das Erreichte und Vorfreude auf die Zukunft.

1965

Wissen Sie, was sich hinter der "Verfügung BMVg-VR III 2- vom 26. Juli 1965 verbirgt?

Nun, an diesem Tag erhielt die Unteroffizier-Kameradschaft Wahn e.V. die Genehmigung, die im Gebäude 214 freiwerdenden Räume am 01.August 1965 als Unteroffizierheim in Eigenbewirtschaftung zu nutzen.

Mit einem Monat Verspätung wurde am 01.September 1965 der Betrieb aufgenommen. Der damalige Amtschef des Luftwaffenamtes, Generalmajor Kurt-Gustav Nagel, übergab die Schlüssel und damit die Verantwortung für das Gebäude an den Vorsitzende der Kameradschaft und Gründungsmitglied, Oberstabsfeldwebel Friedrich Gassel. Für den Mann der ersten Stunde und seine Kameraden ein großer Tag.

Betty und Walter Röthling wurden ab 1. September 1965 als Heimleiter-Ehepaar verpflichtet. Sie waren bis Oktober 1969 Angestellte der Unteroffizier-Kameradschaft.

Dieses ist die Orginalverfügung des BMVg

Der 13. Oktober 1965 jedoch war die "Geburtsstunde" des Unteroffizierheims. An diesem Tag wurde mit dem Leiter der Standortverwaltung Wahn, Oberamtsrat Walter Neumann, der Überlassungsvertrag formal abgeschlossen.

  

Impressum

Herausgeber

: Unteroffizier-Heimgesellschaft Wahn e.V.

Redaktion

: Margit C. Reifenrath

Design & Layout

: HptGefr Wolfgang Kondzialka

Fotos

: HptFw a.D. Helmut Höller

    Fliegerhorst-Bildstelle/LwURgt Wahn
    Archiv der UHG Wahn
    Privat
Druck

: Zentraldruckerei/LwURgt Wahn

 

Zum "Geburtstag" hatten sich die Männer der ersten Stunde einen Veranstaltungsplan ausgedacht.

Am 13.10. Feierliche Eröffnung und Einweihung des Unteroffizierheimes Wahn

16./23.10. Großes Weinfest der Uffz-Kameradschaft (Wahner Spätlese)

19.10. Treffen der Briefmarkenfreunde Tausch - Verkauf - Fachsimpeln

21.10. BINGO (erstmals im Fliegerhorst Wahn) Der Hauptgewinn: DM 100,--

24.10. Frühschoppen von 11.00 bis 13.00 Uhr

26.10. Großer Preisskat

28.10. BINGO - Das große Unterhaltungsspiel

Das neugeborene Kind "Unteroffizierheim" lernte unter dem Vorsitzenden und seinen Stellvertretern schnell laufen, und das nicht nur auf dem gesellschaftlichen Parkett mit all seinen Facetten. Hierzu gehörte auch der Karneval.

Soldaten sind fröhliche Gesellen. Aber einen Präsidenten für ihre Sitzungen fand man in den eigenen Reihen noch nicht.

So übernahm Helmut Meisel von den "Troisdorfer Altstädtern" die Präsidentschaft. Er leitete von 1965 bis 1979 mit Bravour die Sitzungen im Unteroffizierheim. Die Presse schrieb von "Karnevalistischen Sturzflügen im Fliegerhorst Wahn", wo selbst "Frau Oberst auf den Tisch haute" und ein "Vierstündiges Bombardement" anläßlich der 11. UHG-Sitzung das Gebäude 214 erzittern ließ. Die Generalität, der damalige Bürgermeister der noch selbständigen Stadt Porz, Alfred Moritz; alle holten sich "ihre Bützchen" im Unteroffizierheim.

1969 bis 1970

In diesen Jahren stellten sich namhafte Politiker aller im Bundestag vertretenen Parteien in den "Mittwochsgesprächen" der Diskussion mit den Wahner Soldaten.

Ein Höhepunkt dieser Gespräche war der Auftritt des ehemaligen Bundesministers der Verteidigung und Vorsitzenden der CSU, Franz-Josef Strauß, am 11. März 1970.

Die Mitgliederversammlung wählte am 3. März 1970 einen neuen geschäftsführenden Vorstand unter dem Vorsitz von Stabs-feldwebel Hans Lüttgen.

Dieser Vorstand übernahm das Unteroffizierheim mit seiner angespannten wirtschaftlichen Lage, mit einem vernachlässigten Zustand aller zur Verfügung stehenden Räumlichkeiten und einem schlechten Korpsgeist der Unteroffizier-Kameradschaft. Hieraus ergab sich nach Dringlichkeit folgende Zielsetzung:

- Schnellstmöglicher Abbau sämtlicher Verpflichtungen;

- weitestgehende Renovierung und Neueinrichtung aller Räumlichkeiten;

- Festigung der kameradschaftlichen Beziehungen innerhalb und außerhalb der Dienstzeit.

Eine unermüdliche Kleinarbeit begann. Persönliche Belange und Freizeit mußten von Einzelnen vollkommen zurückgestellt werden. Für die Erreichung ihrer Ziele war kein Weg zu schwer oder zu unbequem. Selbst Schriftverkehr mit dem Bundesminister der Verteidigung wurde aufgenommen, um die Forderungen deutlich zu machen und durchzusetzen. Aufgrund dieses Schriftverkehrs wurde in einem Antwortschreiben die Unteroffizierkameradschaft Wahn e.V. als erste von dem Inkrafttreten neuer Richtlinien für die individuelle Ausstattung von Unteroffizierheimen in Kenntnis gesetzt. Dadurch und durch präzise vorbereitete Einrichtungsvorstellungen gelang es, im Unteroffizierheim diese Richtlinien im Bereich der Wehrbereichsverwaltung III an erster Stelle anzuwenden.

Ferner wurde erreicht, daß das Unteroffizierheim Wahn zum "Musterheim" erklärt wurde, wodurch zusätzlich etliche Bau- und Renovierungsvorhaben in denkbar kürzester Zeit realisiert werden konnten.

An dieser Stelle sei auch der damalige Geschäftsführer, Hauptfeldwebel Guhre erwähnt. Er schaffte es mit Fachkenntnis, Engagement, Tatkraft und klaren Vorstellungen, das Unteroffizierheim aus seinem wirtschaftlichen Tief nach oben zu bringen.

Auf der Mitgliederversammlung am 12. Mai 1971 bekam die Unteroffizierkameradschaft Wahn e.V. einen neuen Namen:

Unteroffizier-Heimgesellschaft Wahn e.V.

Kurz und prägnant UHG Wahn e.V. genannt.

Hektische Zeiten erfordern Opfer, und so hatte die UHG Wahn e.V. in der Zeit von Mai 1971 bis 26. März 1985 sieben Vorsitzende. Eine durchschnittliche Amtszeit also von 2 Jahren. Ihnen allen sei an dieser Stelle gedankt für ihr Engagement und unermüdliches Wirken im Sinne der Gemeinschaft. Nur so konnte das Unteroffizierheim Wahn das werden, was es heute ist - eine gute Adresse.

Beinahe Kanzler-verdächtig ist da schon die Amtszeit des heutigen Vorsitzenden, Stabsfeldwebel Emil Kruse, der am 26. März 1985 das Amt von Oberstabsfeldwebel Karl Suikowski übernahm. Das Unteroffizierheim Wahn feiert seinen 30. Geburtstag. StFw Emil Kruse sein 10-jähriges "Amtsjubiläum". Herzlichen Glückwunsch!

Im Auf und Ab der Geschichte des Unteroffizierheimes steht das Jahr 1982 ganz oben auf der Positivliste. Die UHG Wahn e.V. hat Zuwachs bekommen: Die "Narrengilde", ein Zusammenschluß der Kompaniefeldwebel und Staffelfeldwebel der Kasernenanlage Wahn, also der "Spieße", führten 1982 die erste Karnevalssitzung in eigener Regie durch. Und kein geringerer als Jakob "Köbes" Engels, Ex-Prinz Jakob I von Porz führte als Sitzungspräsident durch diese "Premierensitzung".

"Was der kann, kann ich auch", sagte der Kölsche Jung, Stabsfeldwebel Hans Rost und übernahm nahtlos die Präsidentschaft für das nächste Jahrzehnt. Ihm zur Seite standen weiter die "Spieße". Einer von ihnen, Stabsfeldwebel Gerhard Weßler übernahm in "Zweitfunktion" das Amt des Literaten. Auch er feiert sein "10-jähriges" in dieser Funktion. Mit dem Gütesiegel für hervorragende Sitzungen ausgestattet, wurde er 1994 zum Literaten des Festausschusses "Porzer Karneval" gewählt.

Der am 26. März 1985 gewählte Vorstand unter dem Vorsitz von Stabsfeldwebel Emil Kruse übernahm nicht nur die Verantwortung für das Unteroffizierheim sondern auch die wirtschaftliche Misere im Geschäftsbereich der UHG Wahn e.V. Die Räumlichkeiten und ihre Einrichtung waren abgenutzt.

Auf Betreiben des damaligen Amtschef Luftwaffenamt, Generalleutnant Paul Th. Sommerhoff und des Kasernen-kommandanten, Oberstleutnant Klaus Assion, wurde ein Renovierungskonzept entwickelt, das in eine gesicherte Zukunft wies. Auch die nachfolgenden Dienststellenleiter und Kommandeure investierten viel Interesse, Engagement und Hilfe in die Bemühungen des Vorstandes.

Noch im Jahr 1985 begannen die Umbaumaßnahmen mit der Theke im Großen Saal. 1987 folgte der Schankraum, das heutige Restaurant.

Die Renovierung der Clubräume, einschließlich neuer Möbel, die Gestaltung des Außenbereichs und der Neubau eines Lagerraumes erfolgte 1988.

Auch der Große und Kleine Saal hatten eine Grundsanierung und Renovierung dringend nötig. Hiermit begann man 1989. Im gleichen Jahr wurde eine neue Heizung und Beschallungsanlage installiert. Ein neues Dach war ebenfalls fällig. Die Kegelbahn erhielt Fenster, die Bahn wurde erneuert. Ganz besonderer Wert wurde auf die komplette Renovierung der Küche gelegt sowie die Einrichtung einer Kalt-Küche.

Die Neugestaltung des Foyers, der Damen- und Herrentoiletten, der Außenanstrich und der Sektbar folgte 1990.

Der Bau einer zweiten Terrasse mit Zugang zum Restaurant incl. neuer Bestuhlung und die Ausstattung mit Sonnenschirmen erfolgte 1992.

Der "Zehnjahresplan" konnte 1994 mit der Renovierung der Büro- und Lagerräume, dem Einbau eines Kühlhauses und dem Neubau der Personaltoiletten und Duschen abgeschlossen werden.

Der 1985 gewählte Vorstand hatte die gleichen Probleme, wie der im Jahr 1970. Ein Schuldenberg mußte abgetragen werden. Nur durch eisernes Sparen in den nächsten Jahren war dies zu bewältigen. In der Mitgliederversammlung 1988 konnte der Vorsitzende in seinem Rechenschaftsbericht verkünden: Wir sind über den Berg.

Von 1986 bis heute machte die Entwicklung der Mitgliederzahlen einen gewaltigen Sprung nach vorne; sie stieg um fast 100 Prozent von 880 auf 1.700. Dies ist ein Zeichen dafür, daß sich die kontinuierliche Arbeit und das stetige Bemühen des Vorstandes gelohnt hat.

Inzwischen liest sich das "Gästebuch" der UHG wie ein Who is Who. Neben dem bereits erwähnten Franz-Josef Strauß waren u.a. die Minister Riesenhuber und Seehofer, der amerikanische Botschafter sowie der Generalinspekteur der Bundeswehr hier zu Gast.

Die wichtigsten Personen aber sind und bleiben die Mitglieder sowie die ungezählten Ehrenamtlichen, die mit ihrer Arbeit und sehr viel Zeitaufwand das Heutige schafften und stetig fortschreiben. So manche Ehefrau, Lebensgefährtin oder Freundin mag manchmal gezweifelt haben, ob sie wirklich die Nummer 1 im Leben ihres Partners ist oder nicht doch die UHG. Auch ihnen gebührt Dank für das Verständnis und das manchmal nicht leichte Verzichten.

Im Oktober 1988 bekam die UHG Wahn e.V. erneut Zuwachs: Die Gründung der Tanzsportgruppe Blau-Gelb e.v. in der UHG Wahn e.V. Diese tanzsportliche Gruppe begann mit 30 Mitgliedern. Nach anfänglichen "Vereinsgründungs-Problemen" wird die TSG Blau-Gelb bald ein fester Bestandteil der UHG. Heute hat sie 70 Mitglieder und hat sich erfolgreich in allen Klassen nach oben getanzt.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörte auch ihr Trainerehepaar, Horst und Lucia Michutta, die mittlerweile seit 7 Jahren alle Gruppen der TSG mit unermüdlichem Eifer trainieren. In der Öffentlichkeit wird die TSG der UHG durch eine sehr aktive Breitensportmannschaft vertreten, die sich im tänzerischen Mannschaftswettbewerb mit Vereinen aus der Umgebung mißt.

Seit 1991 ist die TSG in der UHG selbst Ausrichter von Tanzturnieren. Das Unteroffizierheim Wahn hat sich auch in diesem Kreis einen guten Namen gemacht.

   

Kurze Geschichte der Kaserne WAHN

 

Der Fliegerhorst WAHN befindet sich auf dem Gelände des alten Truppenübungsplatzes WAHNER HEIDE, des ältesten Truppenübungsplatztes Deutschlands.

Seit rund 170 Jahren sind auf der WAHNER HEIDE Soldaten stationiert. Die im Zusammenhang mit der Reorganisation des preußischen Heeres nach den Befreiungskriegen aufgestellten Ausbildungsrichtlinien forderten die Ausbildung des Heeres im gefechtsmäßigen Schießen mit Kriegsmunition. Es mußten dazu Schießplätze errichtet werden, auf denen die verschiedenen Waffengattungen ihre Scharfschießübungen durchführen konnten. So wurde im Jahre 1817 die WAHNER HEIDE zum Artillerieschießplatz für die zur Festung Köln gehörende 7. Artillerie-Brigade.

In den folgenden Jahrzehnten wurde der Schießplatz laufend vergrößert. Während er ursprünglich regionale Bedeutung hatte, wurde er einer der drei großen preußischen Fußartillerie-Schießplätze. Übungsgelände für Infanterie und Kavallerie schloß sich an. Seit Beginn des Ersten Weltkrieges stand der Übungsplatz allen Truppengattungen des Heeres zur Verfügung.

Seit über 80 Jahren ist WAHN mit der Fliegerei verbunden. Im Jahre 1913 wurde eine Rumpler Taube mit Oberleutnant Hantelmann stationiert. Außer einem Fesselballonkommando wurde 1915 ein Flieger- und Luftschiffkommando, letzteres unter Führung des weltbekannten deutschen Luftschiffkapitäns Ernst Lehmann, auf dem Truppenübungsplatz WAHNER HEIDE stationiert.

Nach dem Ersten Weltkrieg diente der Truppenübungsplatz französischen, britischen und belgischen Truppen als Übungs- und Schießgelände. Im Jahre 1933 wurde er von der preußischen Landespolizei als Übungsgelände übernommen und weiter ausgebaut. 1936 zogen wieder deutsche Soldaten ein. Bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges war WAHN Heeresgarnison bis auf einen kleinen Teil des Übungsplatzes, der zu einem Feldflugplatz ausgebaut wurde. Ende 1944 erfolgte von hier aus Jagdeinsatz von Me 109.

Der Unterkunftsbereich des alten Truppenübungsplatzes WAHNER HEIDE deckt sich mit dem heutigen Kaserenbereich WAHN. Verschiedene Gebäude sind noch heute aus der Zeit der Jahrhundertwende vorhanden. Ebenso der alte Friedhof an der heutigen "Bonner Straße", der im Krieg 1870/71 zur Bestattung verstorbener Kriegsgefangener angelegt wurde.

Nach Ende des Zweiten Weltkrieges bauten die britischen Streitkräfte ab August 1945 den Feldflugplatz zum Fliegerhorst aus. Von hier unterstützte die Royal Air Force in den Jahren 1948/49 die Luftbrücke zur Versorgung der eingeschlossenen Stadt Berlin. 1957 übergab die Royal Air Force den militärischen Teil des NATO-Fliegerhorstes an die Deutsche Luftwaffe, die Roll- und Startbahnen wurden der neu gegründeten privaten Köln-Bonner Flughafengesellschaft übergeben. Ein weiterer Teil der Wahner Heide wird heute von den belgischen Streitkräften mit ihren Kasernen bei Altenrath und Spich und dem Truppenübungsplatz WAHNER HEIDE genutzt. Der deutsche militärische Teil des ehemaligen britischen NATO-Fliegerhorstes ist aufgeteilt in die Kasernenbereiche der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung und der Luftwaffenkaserne in Köln-Porz-Wahnheide. Hier sind die drei Höheren Kommandobehörden und weitere Stäbe der Luftwaffe stationiert. Mehr als 6000 Menschen sind in den beiden Kasernenbereichen beschäftigt, ein bedeutender wirtschaftlicher Faktor in dieser Region.

Heute, nach einer langen Bauphase in den vergangenen Jahren, zeigen sich dem Betrachter der beiden Kasernenbereichen in Wahnheide mit restaurierten Altbauten und modernen Neubauten inmitten eines sehenswerten Altbaumbestandes.

Die UHG Wahn e.V. hat nicht nur Mitglieder. Sie ist selbst auch Mitglied der

- Bundesvereinigung der Unteroffizierheimgesellschaften der Bundeswehr (UHG Bw)

- Interessengemeinschaft Wahner Karneval

- Geschäftsgemeinschaft Wahnheide und im

- Festausschuß "Porzer Karneval".

Das "jecke Engagement" blieb natürlich nicht ohne Folgen. In der Karnevalssession 1993/94 stellte die "Narrengilde" der UHG Wahn e.V. das große "Porzer Dreigestirn" mit Prinz, Bauer und Jungfrau. Dies kann man als karnevalistischen Höhepunkt aller bisheriger Aktivitäten bezeichnen.

Mit Prinz Siggi I, Bauer Emil und Jungfrau Sabine hatten die Porzer Narren nicht nur ein Dreigestirn zum Anfassen sondern auch ein sehr musikalisches. "Mir sin usser Rand und Band, he all zosamme em Poorzer Land" wurde zum Hit der Session. Der Komponist und Texter ist kein geringerer als Prinz Siggi I (Siggi Klein), im Hauptberuf Musiker mit einem ausgeprägten Hang zum Entertainment. Musikalität, Humor und Schlagfertigkeit machen ihn zu einem beliebten Unterhalter auf vielen Bühnen.

Der Höhepunkt eines jeden Dreigestirn in Porz ist natürlich der große "Rosensonntagszug" durch die Innenstadt. Das närrische Volk feierte "unser", sein Dreigestirn. Und die Drei bedankten sich mit Kamelle und Strüßjer für soviel Sympathie und Frohsinn.

Zur Karnevalsession 1990 wurde ein besonderer Orden geschaffen, den nur wirkliche "Mords Mollis" erhalten. Sie müssen sich in ganz besonderer Weise um die UHG verdient gemacht haben.

 

Die bisherigen Ordensträger:

1990

Oberst i.G. Röhrs

ORBaurat a.D. Brandt

OStFw Borsch

1991

Hfw a.d. Höller

RAR Wünsche

Amtsfrau Staschik

1992

ORDir Funk

Dipl.-Ing. Wagenbreth

OFw Feld

1993

RAtm Hötzel

OStFw a.D. Runge

OStFw Bogolowski

1994

Bezirksvorsteher Ervens

Ang Ottersbach

Hans Semmelrogge

1995

Arno Krüper

Siggi Klein

Oberstlt Schlieder

In Verlaufe der Jahre hat das Unteroffizierheim Wahn folgende Vorsitzende.

1965-68

Friedrich Gassel

1968-69

Hans Kostbade

1969-70

Alfred Schickentanz

1970-71

Hans Lüttgen

1971-72

Werner Rinker

1972-73

Peter Kussbach

1973-75

Armin Kreutz

1975-77

Manfred Wolfrath

1977-80

Bernd Kierdorf

1980-82

Friedrich Kluft

1982-85

Karl Suikowski

1985-heute

Emil Kruse

Unsere Ehrenmitglieder:

Hauptfeldwebel

Alfred Schickentanz

Stabsfeldwebel

Peter Kussbach

Oberstabsfeldwebel

Armin Kreutz

Oberstleutnant a.D.

Klaus Assion

Oberst i.G.

Peter Röhrs

ORegBaurat a.D.

Karl-Ernst Brandt

Herr

Reinhold Sonnek

Oberstleutnant

Jörg-Peter Schlieder
  
 

Grußwort

Amtschef Luftwaffenamt

zum 30-jährigen Bestehen

des Unteroffizierheims

in der Luftwaffenkaserne Köln-Wahn

 
 
Vor 38 Jahren wurde die Unteroffizier-Kameradschaft Köln-Wahn gegründet, die nunmehr seit 30 Jahren über ein eigenes Heim verfügt. In diesem Jahr wird deshalb der Geburtsstunde des Unteroffizierheims besonders gedacht.
Ich nehme dies zum Anlaß, Sie, meine Damen und Herren ganz herzlich zu grüßen und Ihnen meine besten Glückwünsche zu übermitteln. Sie können als Mitglied der Unteroffizier-Kameradschaft stolz auf Ihr Heim sein, in dem soldatische Kameradschaft und menschliches Miteinander so trefflich gepflegt werden und das innerhalb der Bundeswehr und in der Öffentlichkeit hier am Standort einen vorzüglichen Stellenwert hat.
Die Zahl von 1.760 eingetragenen Mitgliedern unterstreicht die Bedeutung des Unteroffizierheims als Ort der Begegnung, der Geselligkeit und des Gedankenaustausches.
Nahezu 1/3 der Mitglieder sind ,,Ehemalige ", die die Unteroffizier- Kameradschaft mittragen und in ihr auch eine bleibende Verbindung zum Leben in der Luftwaffe unterhalten.
Unzählige Gäste und Besucher schlagen in vielfältiger Form die Brücke nach außen und sind lebhafter Ausdruck der intensiven Beziehungen zur Luftwaffe.
Dem Unteroffizierheim wünsche ich eine erfolgreiche Zukunft und Ihnen allen Glück und persönliches Wohlergehen.
B. Engelien
Generalmajor
 
    

 
 
Grußwort
der
Standortverwaltung Wahn
 
 
 
Wenn man als Vertragspartner der UHG auch noch nach 30 Jahren Zusammenarbeit um ein Grußwort gebeten wird, spricht dies schon alleine für sich. Ein Drittel davon habe ich selbst gestalten können; zwei Drittel sind meinen Vorgängern zuzurechnen. In der Gründungsphase war Regierungsamtmann Neumann verantwortlicher Leiter der StOV Wahn.
Wie in einer ordentlichen Verwaltung üblich, ist der Gründungsvorgang umfassend dokumentiert; es besteht sogar eine Akte ,,Begründung der UHG". Von einer ersten Besichtigung des Gebäudes 214 bis zur Unterschriftsleistung von OStFw Gassel, dem ersten Vorsitzenden der UHG, kann jeder einzelne Arbeitsschritt nachvollzogen werden. Letztendlich hat das Referat VR III 2 im Verteidungsministerium mit Erlaß vom 24. Febr. 1965 die Standortverwaltung Wahn angewiesen, den Pachtvertrag mit dem damaligen Pächter der Kantine zu kündigen, das Gebäude instandzusetzen und es der Unteroffizier-Vereinigung zur Selbstbewirtschaftung als Unteroffizierheim zu übergeben. Mit Wirkung vom 1. Sept. 1965 ist dann auch so verfahren worden.
Das Unteroffizierheim hat sich im Wechsel der Führung und der gebotenen Möglichkeiten kontinuierlich entwickelt. Auch kritische Phasen konnten gemeistert werden, weil sich immer dann eine Gruppe besonders verantwortungsbewußter Unteroffiziere in die Pflicht nehmen ließ.
Heute bietet sich die UHG als ein professionell geführter Betrieb an. Gebäude, Räume und Außenanlagen befinden sich in einem optisch guten Zustand. Die Ausstattung läßt alle Arten von Veranstaltungen zu. Entscheidend für den Erfolg sind jedoch die Personen, die führen und leiten und die UHG prägen, also das Management. Hier gilt es, vor allem dem Vorsitzenden, Emil Kruse, und den Mitgliedern des Vorstandes sowie der Geschäftsführung Lob und Dank auszusprechen. Ihnen gelingt es in besonderer Weise, Köche, Ordonnanzen und sonstige Fachkräfte zu einem Team zu formen und auf den gastfreundlichen Standard der UHG zu verpflichten.
Von dem Erreichten aus können neue Ziele angesteuert werden. Bei deren Umsetzung wird die StOV Wahn auch weiterhin die UHG unterstützen und beraten. Ich wünsche der UHG für die künftige Arbeit zum Wohle der Unteroffiziere in der Luftwaffenkaserne Wahn weiterhin viel Erfolg.
Heinz Funk
 

 
 
Grußwort
Vorsitzender
der
Unteroffizier - Heimgesellschaft Wahn e.V.
 
 
Anläßlich des 30. Geburtstages des Unteroffizierheimes Wahn haben wir beschlossen eine Chronik zu erstellen, die den Werdegang unseres Heimes darstellt. Dokumente aus den Anfangsjahren konnten wir zusammenstellen und die aus der ,Neuzeit' hinzufügen. Dies war möglich unter Mitarbeit von Ehemaligen, die uns aus ihrer aktiven Zeit Material zur Verfügung stellten. In vielen Gesprächen haben wir Informationen gesammelt, die in die Chronik aufgenommen wurden. An dieser Stelle sage ich allen ein herzliches Dankeschön!
Das Ziel des Vorstandes der UHG Wahn e.V. ist es, das Erreichte zu bewahren und fortzuschreiben im Sinne unseres Auftrages. Wir würden uns freuen, den 30. Geburtstag unseres Unteroffizierheimes mit vielen Mitgliedern und Freunden zu feiern. Hierzu lade ich alle ganz herzlich ein.
Emil Kruse
Stabsfeldwebel

G r u ß w o r t
 
 
 
Wer heute die Räume des Unteroffizierheims im Fliegerhorst Köln-Porz-Wahnheide besucht, ist erstaunt und begeistert über die Ausstattung und das Flair dieser Räumlichkeiten. Bis dahin war es ein langer Weg und viele Personen haben daran gearbeitet, aus einer alten ,,Baracke" ein Haus in dem heutigen Zustand zu erschaffen.
Das äußere Erscheinungsbild zeugt davon, daß hier mit Geschmack und Phantasie eine Heim- statt für die Unteroffiziere des Fliegerhorstes geschaffen wurde. Betritt man die Räumlichkeiten umgibt jeden Besucher das Gefühl, hier in diesen Räumen bin ich Gast, hier kann ich mich wohlfühlen. Wesentlich trägt dazu nicht nur das gewandelte Gesicht der letzten Jahre bei, sondern auch stets Menschen die dort Arbeiten und dem Gast das Gefühl geben, sie sind für ihn da und er soll sich dort entspannen und die Kameradschaft pflegen.
An dieser Stelle möchte ich als Bezirksvorsteher all denen Dank sagen, die dazu beigetragen haben, daß das Unteroffizierheim ein fester Bestandteil des Fliegerhorstes ist. Ich möchte hier keine Namen nennen, denn in guter einvernehmlicher Zusammenarbeit wurde dieses auf den Weg gebracht und erreicht.
Die Räumlichkeiten wurden in der Vergangenheit nicht nur dazu genutzt die Kameradschaft zu fördern, sondern es fanden auch Veranstaltungen statt, die es ermöglichten mit Politikern aller Parteien zu diskutieren und zu informieren.
Die Renovierungsarbeiten die in den letzten Jahren durchgeführt wurden waren nur möglich, durch die Unterstützung der Amtschefs, der Kasernenkommandanten und auch der Standort- verwaltung. Das positive Ergebnis dieser Zusammenarbeit können wir seit einigen Jahren erleben.
Die steigende Anzahl neuer Mitglieder gibt Zeugnis von der Zufriedenheit aber auch von dem Bedarf, sich innerhalb der Unteroffiziere zu versammeln und seine Freizeit gemeinsam zu verbringen.
Wer steht aber dahinter?
Drei Buchstaben ,,UHG Wahn e. V." (eigentlich müßte es Köln-Porz-Wahn heißen). Sie hat es in den letzten Jahren verstanden, sich auch im gesellschaftlichen Leben des Stadtbezirkes Köln-Porz einzubringen und dieses wesentlich mitzugestalten. Ob in der Geschäftsgemeinschaft Wahnheide, der Interessengemeinschaft Wahner Karneval und ganz besonders im Festausschuß Porzer Karneval, indem sie dort in der letzten Session das Dreigestirn stellte.
Wenn es gilt Hilfe zu leisten, kann man sich auf die UHG verlassen und man ist nicht verlassen. Hier waren und hier sind Menschen in der Verantwortung des Vorstandsamtes, die sich mit dem Stadtbezirk und mit den Menschen die in ihm leben identifizieren und sie unterstützen.
Als Schirmherr der Festlichkeit anläßlich des 30jährigen Bestehens des Unteroffizierheimes wünsche ich allen Gästen und allen Soldaten, die dieses Haus auch zukünftig besuchen werden frohe und glückliche Stunden und sage Dank für die bisher geleistete Arbeit im Standort Köln-Porz-Wahn. Mögen die nächsten 30 Jahre uns die Gelegenheit geben weiterhin in diesem Hause schöne Stunden zu verbringen.
Herzlichen Glückwunsch ,,Altes Haus" zu deinem 30., herzlichen Glückwunsch UHG zu deinem Festtag.
Mit freundlichen Grüßen
Hans-Gerd Ervens
Bezirksvorsteher

Grußwort Kasernenkommandant
 
 
30 Jahre Unteroffizierheim Wahn - ein Grund zum Feiern, ein Grund, stolz und dankbar zu sein.
Dankbar für die vielen Freiwilligen, die diese UHG für ihre Mitglieder durch Höhen und Tiefen geführt haben.
Dies war und ist keine leichte Aufgabe. Um so mehr kann man heute stolz auf diese UHG sein. Eine UHG, die auf finanziell gesunden Füßen steht, die die Luftwaffe bei den Vereinen und speziell dem Karneval in Porz repräsentiert, die ihre Mitgliederzahl in den letzten 10 Jahren auf 1.750 fast verdoppelt hat und ein beliebter Treffpunkt in angenehmer Atmosphäre für Unteroffiziere und ihre Gäste ist.
Ich persönlich möchte die Gelegenheit nutzen, mich den Mitgliedern und Gästen als der neue Kdr LwURgt Wahn und Kasernenkommandant vorzustellen. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit Ihnen und habe die Verpflichtungen im Hinblick auf die UHG gerne von meinem Vorgänger übernommen.
Der UHG wünsche ich für die Zukunft weiterhin erfolgreiches Wirken, uns eine angenehme Zusammenarbeit und allen Mitgliedern und Gästen Wohlergehen und Zufriedenheit.
Karl-Hermann Feldmann
Oberstleutnant